Gedanken über Gott und die Welt

Sterben: Abschied und...? Neubeginn?

Wir schreiben das Jahr des Herren, das Jahr 2026. Gegen Ende Januar ging etwas zu Ende. Endgültig. Fast 40 Jahre meinen Job gemacht, mit viel Herzblut. Gerade die letzte Jahre nach einer internen Umstrukturierung waren auch menschlich einfach super. Ein tolles Team, prima Menschen. Viele trage ich noch in mir, im Herzen. Schöne Erinnerungen, auch in schweren Zeiten ein tragender Zusammenhalt. Kurz vor dem Eintritt in der Rente, da fragte mich ein lieber Kollege, wie es mir geht. Gemischt. Das war meine Antwort. Auf der einen Seite: Was kommt? So viele Routinen wurden gelebt; nun: Es greift jetzt nichts mehr. Leere, totale Leere. Die sollte gefüllt werden. Doch im Moment, da fühlt es sich zum Teil wie Sterben an. Alles loslassen, wirklich alles loslassen.

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Kreta: Erdbeben im Paradies – erste große Risse. / Κρήτη: Σεισμός στον παράδεισο – πρώτες μεγάλες ρωγμές.

(Ελληνική μετάφραση ακολουθεί την γερμανική έκδοση). Schrilles metallisches Piepsen weckt mich aus tiefem Schlaf. Unerbitterlich, hart und zunehmend lauter ist der Ton. Oh, mir wird klar: Der Wecker ist angesprungen. Nein! Nein, ich möchte doch noch schlafen, bin hundemüde. Drehe mich nochmals im Bett um. Doch das Klingeln wird penetranter: 03:00 Uhr morgens. Mich durchfährt ein Schreck. Ich muss raus, um 04:00 Uhr kommt das Taxi zum Flughafen. Also raus aus dem Bett und fertig machen für die Reise. Beim ersten Kaffee durchwirkt die Vorfreude auf den anstehenden Urlaub meine bleierne Müdigkeit. Wow, gleich geht’s ab nach Kreta! Zum wievielten Male eigentlich? Bei dem Gedanken an den Urlaub gibt es nur noch Vorfreude pur, die meinen Körper durchflutet, bis in die letzte Zelle. Keine Müdigkeit mehr. Schnell die letzten Sachen noch gepackt und ab geht es zum Flughafen.

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Nie wieder darüber sprechen - oder die brennenden Herzen

Auf den Punkt gebracht: Wer wurde 1945 von den Nazis befreit? Ganz ehrlich: Das waren die Zwangsarbeiter, die unter elendigen Bedingungen für den Endsieg schuften mussten; bis auf Blut gequält von Sadisten. Und es waren Lagerinsassen, nur sehr wenige hatten überlebt. Zu Skeletten abgemagert, mit massiven Traumata ins weitere Leben gegangen. So viele Familienangehörige, die Liebesten, verloren. Grausamer, elendiger Tod, einsamer Tod in der grauen Masse. Nie wieder darüber sprechen.

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