Syltlauf 2026 "hoch zwei"

Veröffentlicht am 23. März 2026 um 18:58

Syltlauf 2026 – Supporter

von Rüdiger Schaller

Wir schreiben das Sternenjahr 2026, Sonntag der 15.03.

Ruhe umfängt um die frühe Uhrzeit Westerland und die ganze Insel. Nun ab und an einzelne Läufer oder auch Gruppen, sie streben in ihrer Zeit zum Busbahnhof. Die Läuferbusse warten geduldig.

Ich gehe entspannt Richtung Ziel. Anders als die Jahre zuvor. In beide Richtungen bin ich schon gelaufen, seit 2019. Die neue Streckenführung, die gibt zusätzlich tolle Perspektiven. Gerade zum Ende hin. Toll – zum Genießen.

Am Ortausgang plötzlich ein röhrendes Tosen: Mindestens 1,5 Tonnen Stahl für vielleicht 80 kg Fleisch – Fortbewegung von A nach B.  Vollgas, dröhnender Motor. Doch auch das geht vorüber. Weiter geht es ruhigen Schrittes Richtung Ziel. Anderthalb Stunden vor dem Start und 18 Kilometer Vorsprung. Das wird passen. Passen für was? Na um den Zieleinlauf meiner Tochter mitzuerleben.

So gerne wäre ich auch gelaufen, doch die Vernunft siegt; zum Glück. Kurzfristig Antibiotikagabe wegen einem Infekt. Neben dem Abtöten der schädlichen Bakterien bekämpfen Antibiotika aber leider auch die symbiotischen Bakterien, die jeder Mensch in seiner Darmflora hat und die wichtig für das Immunsystem sind. So wird das Immunsystem noch zusätzlich geschwächt. Treibt man jetzt noch Sport, dann ist die Gefahr hoch, dass der Infekt nicht ausreichend bekämpft oder sogar verschleppt wird. Das kann bis zu einer Herzmuskelentzündung gehen. Nein, das brauche ich nicht. Es steht ja auch in Kürze eine besondere Spendenaktion an. An andere Stelle mehr.

Vater-Tochter-Urlaub. Gemeinsam Spazieren, Austauschen über Gott und die Welt – und über den Syltlauf. Ein paar Tipps habe ich, immerhin schon achtmal gefinisht. Toll, der Austausch; sie ist top trainiert. Und nimmt Anregungen an, auch mit Blick auf die Renneinteilung und den Laufschuh. Stolz! Ich bin stolz auf meine Tochter und ihr Laufergebnis. Eine klasse Einteilung auf ihrer bisher längsten Wettkampfstrecke. 34,5 km. Der Marathon in Düsseldorf, der kann kommen.

Sylt: Kupferkanne, frisch gerösteter Kaffee, Rantumbecken, Munkermarsch, Rotes Kliff und mehr. Schöne Zeiten, die tragen auch jenseits aller Zeiten. Einfach toll, auch als Supporter. Supporter: Beim Aufbau der Verpflegungsstation in Rantum: Wir haben uns gleich wiedererkannt; vom letzten Jahr. Auch hier: hier Unterstützung vom Feinsten für den Wanderer. Ich komme wieder, nächstes Jahr.

Mein erster Syltlauf

von Sarah Horne

Im März 2025 kam mein Papa wieder begeistert von seinem Syltlauf zurück.

Nach mehreren erfolgreichen Halbmarathons überlegte ich, welcher neuen Herausforderung ich mich stellen könnte. Nach einem kurzen Gespräch entschied ich: Ich mache den Syltlauf in 2026 zusammen mit Papa! Denn, Sylt ist eh die Herzensinsel und ein Lauf hier kann nur gut werden. Wir meldeten uns an und freuten uns auf eine gemeinsame Vater Tochter Woche.

Leider stellte sich kurz vor Anreise heraus, dass ich allein starten würde. Papa musste Medikamente nehmen und war somit, zumindest für den Lauf, leider raus. Wir genossen die gemeinsame Zeit trotzdem in vollen Zügen.

Wir trafen einen Teil des Orgateams des Syltlaufs kurz freitags beim Aufbau. Nach kurzem Kennenlernen war ich mal wieder super begeistert über die Herzlichkeit der Sylter.

Die Pastaparty am Samstag vor dem Lauf war sehr schön, sehr familiär. Das gesamte Team ist supernett und begeistert bei der Sache. Ich fühlte mich direkt sehr wohl.

Sonntagsmorgens ging es dann aufgeregt zu den Läuferbussen, Papa brachte mich dorthin. In List wurde sich kurz aufgewärmt und dann ging es zum Startbereich.

Um 10 Uhr knallte es traditionell zum Startschuss aus der Kanone. Es ging los.

Die Strecke selbst ist einfach die schönste, die ich bisher gelaufen bin. Was nicht schwer ist, denn die Sylter Natur ist einfach einzigartig. Das Wetter an dem Tag war perfekt: Sonne, 7 Grad und leichter bis etwas zäher Gegenwind (der hätte für mich als Taunus Mädel gern weniger sein dürfen). An der Strecke war die Stimmung klasse, vor allem an den Verpflegungsstationen machte das Team mega Stimmung. Der gesamte Lauf war super harmonisch, alle Läufer waren sehr entspannt und glücklich, alle Zuschauer machten großartige Stimmung. Als wir die Radstrecke von Westerland aus weiterliefen, wurden wir teilweise von den Menschen aus ihren Autos angefeuert.

Ab Kilometer 29 wurde es dann für mich doch etwas zäh, der Wind wurde noch ein wenig stärker. Zum Glück bin ich den Lauf sehr entspannt angegangen und konnte so das Tempo halten bzw. sogar hier noch etwas drauflegen. Nach 03:48:50 Stunden (netto) kam ich ins Ziel und lief vor lauter Schwung und Freude dem Ersten aus dem Orga Team in die Arme. Danach wurde weiter gedrückt. Und natürlich wartete der beste Supporter im Ziel auf mich. Der stolzeste Papa. Der mich vor dem Lauf noch mit vielen Tipps ausgestattet hat und durch den ich mit weniger Aufregung und viel mehr Vorfreude an den Start gehen konnte.

Auch die Siegerehrung war wieder super organisiert und rundete das gesamte Event ab. Vielen Dank an das wunderbare Orga Team. Ihr habt diese Zeit zu einer Unvergesslichen gemacht und ich fühlte mich von der ersten Minute wie zu Hause.

Alles in Allem: Ein wunderbares Event! Ich war definitiv nicht das letzte Mal am Start. 😊

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