Das Spendenprojekt 2026 für das Palliativteam des St. Josephs-Hospitals in Wiesbaden
In den nächsten Wochen weitere Informationen! Zu den Live-Links, zu der Spendenplattform
Vier Punkte:
- Das Projekt
- Die Motivation
- Vita Rüdiger Schaller
- Impressionen Kreta
1. Das Projekt
3265 Kilometer: Mit der Vespa nach Kreta
Das Spendenprojekt 2026 für das Palliativteam des St. Josephs-Hospitals in Wiesbaden
Die Route; Orientierungspunkte:
Start in Wiesbaden – Stuttgart – Ulm – Innsbruck – Bozen – Trento – Venezia - Ravenna – San Marino – Perugia – Bari – Brindisi – mit der Fähre nach Rhodos und dann auf das griechische Festland – Delphi – weiter zum Peleponnes: Patras – antikes Olympia – Pyrgos – Sparta – Neapolis – mit der Fähre nach Kreta: Kissamos – Chania – Rethymnon (Ziel der Reise). Anschließen 4 Wochen Entdeckungstour auf Kreta.
Der Start: Geplant ist der Beginn der Reise am 05.04.2026 (Sonntag). Sollte das Wetter an dem Tag Starkregen bieten – dann startet die Reise später; spätestens am 15.04.2026 geht es los.
Die Dauer: Geschätzt schaffe ich entspannt 300km pro Tag (die Route ist ohne die Nutzung von Autobahnen berechnet). Wenn es mir an einer Stelle besonders gut gefällt, dann erkunde ich die Gegend am nächsten Tag. Von daher benötigt ich geschätzt ca. 2 bis maximal 3 Wochen.
2. Die Motivation
Der Roadtrip nach meinem Eintritt in die Rente – Ende Januar 2026 - war schon länger geplant und hat sich über letzten die Monate hin konkretisiert. Ich fahre leidenschaftlich gerne Vespa und liebe Griechenland sowie die so herzlichen Menschen dort. Gerade mit Kreta verbinden sich inzwischen schon seit einigen Jahren schöne Erinnerungen und bewegende Begegnungen mit den Menschen dort. Unbenommen: In die Landschaften und die Natur dort, da habe ich mich schon beim ersten Besuch quasi verliebt. Und eine – wichtige – Randnotiz: Meine Asthmaprobleme, die ich seit Kindheit habe, entspannen sich deutlich: Ich kann befreit durchatmen. Doch warum Rethymno als Ziel? Erinnerungen: Tief einatmen, durchatmen. Salzwasser auf den Lippen. Die Sonne steht hoch, wärmt meinen Nacken. Sanft umschmeichelt mich das Wasser des kretischen Meeres. Angenehm warm birgt es mich. Mein Blick schweift ab, hinter den Häusern von Rethymnon erheben sich die weißen Berge. Leichter Dunst zeichnet ein sanftes Bild. Rethymnon, die Altstadt mit ihren venezianischen und osmanischen Bauten, Gassen und Plätzen. Die Festung von Rethymnon bietet einen traumhaften Panoramablick über die Stadt und über das typisch griechisch tiefblaue Meer. Ein versteckter Schatz, diese Stadt. Das liegt einiges an Vorfreude in der Luft. Gespannt bin ich auf die Reise durch Italien – Italien ist fast komplettes Neuland für mich.
Doch nun kommt das Joho ins Spiel: Vor einigen Monaten hatte ich mitbekommen, dass eine Frau mit ihrer Vespa von Essen nach Wien gefahren war und diese Fahrt als Spendentour durchgeführt hatte. In knapp 2 Wochen sammelte sie ca. dreitausend Euro an Spenden für Jose Carreras Stiftung „Kampf gegen Leukämie“. Da kam bei mir sofort der Impuls auf: Ich fahre eh nach Kreta – da kann ich das doch auch mit einer Spendentour verknüpfen. Und ich dachte sofort an das Joho und die Palliativmedizin. Warum das? Nun ganz konkret aus eigener Betroffenheit: Mein Schwiegervater wurde dort zunächst ambulant und dann stationär bis zu seinem Tod sehr achtsam und liebevoll versorgt. Dazu kam, dass ich selbst im Joho schon mehrere Aufenthalte (z.B. Blinddarmdurchbruch 2024, Abriss der Quadrizepssehne bei einem Treppensturz, beidseitiger Leistenbruch) hatte, und am eigenen Leib erfahren hatte, wie gut die Arbeit gerade auch der Pflegenden im Joho ist. Für mich ein ganz klarer gelebter Ausdruck der christlichen Prägung, auf dem das Joho basiert.
Einen kleinen Dank hatte ich nach meinem letzten Aufenthalt (Blinddarm-OP´s) geschrieben: Eine Wanderung zwischen den Welten / Reflektionen | ruedigerschaller.de
Nun, nachdem ich den zuvor skizzierten Impuls wahrgenommen hatte, setzte ich mich mit Herrn Einig in Verbindung. Er fand die Idee sehr gut, gerade auch mit Blick auf die Steigerung des Bekanntheitsgrades der Palliativarbeit. So verfolgte ich den Gedanken weiter und hatte am 30.12.25 einen konstruktiven Gesprächstermin mit Herrn Heselhaus und Frau Thiel, bei dem ich meine Idee darlegen konnte. Aus dem Gespräch heraus entstand neben ein paar weitern ToDo´s, auch dieser Steckbrief.
Mit Blick nochmals auf meinen Schwiegervater: Ich konnte erleben, wie das Team im Joho – mein Schwiegervater war mit einer unheilbaren Krankheit konfrontiert – medizinisch kompetente Behandlung sowie eine zutiefst menschliche Unterstützung und Begleitung erfahren konnte.
Wir sollten nie aus dem Auge verlieren, dass wir sterblich sind. Und zu Lebzeiten Menschen in schweren Zeiten unterstützen, damit ihr Leben zum Lebensende hin zumindest ein wenig Lebenswerter wird. Daher ist es mir ein Herzensanliegen, mich einzubringen, zumindest mit der Spendentour Menschen zu motivieren, die so wichtige und hilfreiche Arbeit zu unterstützen.
3. Vita Rüdiger Schaller
Geboren 1959 in Offenbach / Main. Stolzer Vater von drei tollen Kindern, die seit längerem ihre eigenen Wege gehen, ohne dass die Herzensbindung verlorengegangen ist. Schön ist es, dass die Kinder ganz in der Nähe wohnen. Mit meiner Frau lebe ich in Wiesbaden, wir sind seit über 38 Jahren verheiratet und glücklich.
Beruflich bin ich seit etlichen Jahren als Senior-Projektmanager im Investmentbanking einer großen deutschen Bank (DZ BANK) in Frankfurt aktiv. Darüber hinaus verantwortet ich für den Bereich, in dem ich aktiv bin, auch das Ein- und Auslagerungsmanagement. All dies wurde mit Blick auf den Renteneintritt in gute und kompetente Hände übergeben. Ein tolles Team bei meinem Arbeitgeber, die Arbeit und das gemeinsame Wirken machten Spaß. Ich vermisse das Wirken dort und vor allem viele Menschen. Doch die Kontakte bleiben bestehen und werden weitergelebt, wenn auch in anderer Form.
Ehrenamtlich bin ich aktiv als:
- Prädikant der Evangelischen Landeskirche Hessen und Nassau; seit 2009.
Tätig bin ich in den folgenden Dekanaten: Im Evangelisches Dekanat Wiesbaden und im Evangelischen Dekanat Rheingau-Taunus - Mentor bei den Joblingen
Die Joblinge: Eine gemeinnützige AG, die Bundesweit aktiv ist – sie aktiviert seit 2008 junge Menschen für Ausbildungsberufe, vermittelt in Ausbildung und begleitet bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Dafür bündeln sie das Engagement von Wirtschaft, Staat und von Privatpersonen. So schaffen sie persönliche Perspektiven und helfen auch, die Fachkräftelücke zu schließen. 80 Prozent der Teilnehmenden schaffen mit uns den Sprung in ihre Ausbildung.
Seit 2019 habe ich bislang 13 junge Menschen (Stand Ende 2025) bei ihrem Weg in eine Ausbildung begleiten dürfen. Die Quote: 12 haben es geschafft! Ich freue mich für jeden. Es ist so schön zu erleben, wie diese jungen Menschen aufblühen und Perspektiven nun für ihr Leben haben. Leider sind manchmal kulturelle Hürden zu hoch, einem wurde es von der Familie her verwehrt. - Evangelische Kirchengemeinde Niedernhausen
Mitarbeit in der Redaktion des Gemeindesjournals „Augenblick“. Verantwortlich auch für das Layout. Ab 2026 wird es keine weiteren Ausgaben mehr geben, da ab dem Jahr die gesamte Öffentlichkeitsarbeit im Nachbarschaftsraum der sich bildenden „evangelischen Gesamtkirchengemeinde im Idsteiner Land“ neu konzipiert wird. - Weitere Aktivitäten:
- Coaching
Persönlichkeitsentwicklung mit dem Ziel, der Wiedererlangung und Festigung der eigenen Handlungskompetenz in den doch oft schwierigen und hochkomplexen Umfeldern, in denen wir privat und beruflich aktiv sind. - Waldbaden
Als ausgebildeter Kursleiter für Waldbaden fördere ich in diesem Gesundheitsformat auch den nachhaltigen und wertschätzenden Umgang mit Mensch und Natur. Der Mensch findet Erholung und vielleicht sogar Heilung im Wald. Viele wissenschaftliche Studien bestätigen dies. - Autor und Blogger
Aktuell schreibe ich über Themen, die mich bewegen in meinem Blog: Impressionen über "Gott und die Welt".
Mein erstes Buch "In die Stille" hatte ich aus eigenen Lebenserfahrungen heraus als ein "Mutmacherbuch" geschrieben: Auch in scheinbar nicht zu lösenden Lebensumständen kann das Leben weitergehen. Leben ist Bewegung. Getreu dem Motto:
Aussteigen - und doch dabeibleiben; nicht gegen sondern für mich, das ist die Bewegung in der Tradition Rousseaus und Thoreaus veröffentlicht: Zurück zur (eigenen) Natur!
Jeden Tag zahllose Nachrichten von Krisen und Katastrophen, allesamt menschengemacht, dazu das Gefühl, in einem Hamsterrad aus Arbeit und Konsum gefangen zu sein – viele Menschen leiden unter dieser Situation. Dennoch ändern sie nichts, weil sie nicht wissen wie. Mir ging es ähnlich – bis zum Burn-out. Meinen Weg aus dieser Zwangslage hatte ich in dem Essay In die Stille beschrieben. Und dieses Essay birgt auch gesellschaftlichen Sprengstoff: „Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen unserer westlichen Lebensart, dem neoliberalen Kapitalismus und den individuellen Zwängen“, erklärt der studierte Betriebswirt. „Ein solches System kann man aber nicht abstellen wie einen Motor.“ - Läufer
Gesundheitsorientierter Ausdauersport. Von 110kg auf 82kg, ärztlich begleitet: Blutdrucksenker abgesetzt, "böses" Cholesterin unter 50. Nur ein paar Werte, doch wichtig. Vor allem wichtig: Ein tolles Lebensgefühl und über die Jahre hin viele tiefgehende Erfahrungen und Begegnungen bei den Wettkämpfen. Nein, es müssen nicht immer 100km am Stück sein - moderat, jeder in seiner Zeit und seinem Wohlbefinden. Leben ist Bewegung.
4. Impressionen Kreta (Rethymno und Sarmariaschlucht)